Sonntag, 24. September 2017

Der Unterricht beginnt.

Um am ersten richtigen Schultag auch fit zu sein, klingelte mein Wecker um 6.00 Uhr, aus dem Bett gefallen bin ich dann aber doch erst erst eine halbe Stunde später. Um morgens bei der Kälte nicht noch eiskalt duschen zu machen, bin ich mit m einem Eimer in die Küche gelaufen und hab mir von meinem Kollegen der am Feuer saß und das Wasser aufgekocht hat, Wasser zum Duschen geben lassen. Kalt war es trotzdem, weil überall Löcher in den Wänden und den Fenstern sind, sodass es trotzdem zieht. Aber ich muss sagen dieses heiße Wasser, tat soooo gut! Da weiß man echt das fließende warme Wasser daheim, wo man immer Zugang zu hat, echt zu schätzen.
Nachdem ich dann auch mal sauber war, haben wir uns noch Mandazis( fritierter Teig, der aber echt gut schmeckt) geholt, da mir das Frühstück hier (Poridge, also sowas wie Gertreidebrei, so gar nicht schmeckt. Dann gings zum Unterricht. Der Stundenplan ist noch etwas chaotisch und alles auch noch etwas unorganisiert. Englisch und Swahili und Mathe findet in  2 nebeneinander liegenden Räumen statt und die Gruppe ist in 2 Klassen aufgeteilt, in der einen etwas fortgeschrittenen Gruppe können alle Englisch und Swahili, wobei da auch noch mal zwischen etwas schwächeren und stärkeren unterschieden wird und in der anderen Klasse können die Schüler nur Swahili oder Kikuyu.
Damit ich den Schülern auch was beibringen kann, bin ich in der Gruppe mit den englisch sprechenden Schülern.
In der ersten Unterrichtsstunde hatten wir Mathe. Nachdem alles genau erklärt wurde, wie weit die Schüler sind, wer was kann haben wir dann auch direkt durchgestartet mit der Uhr.
Es werden wirklich nur Basic Sachen unterrichtet in Mathe, Englisch und Swahili. 
Danach hatten wir Englisch Unterricht. Die Schüler lernen grad Wörter und die dazu passenden Anfangsbuchstaben, somit lernen sie das Alphabet. Es wird viel gemalt, um das gelesene besser zu verinnerlichen, in dem die Wörter ausgemalt werden können, sowie die dazu gehörenden Bilder.
Ein kleiner Snack und dann gings auch schon weiter, diesmal war "bead-work" dran, da werden zum Beispiel Armbänder gemacht, Feinmotorik ist gefragt um aus verschiedenen Material schöne Muster herzustellen.
Nach dem Lunch haben wir uns noch den Näh Unterricht angeschaut. Aufjedenfall eine ziemlich coole Sache, vielleicht bin ich in einem Jahr auch soweit um meine eigenen Klamotten zu nähen.
Zu Beginn üben die Schüler aber an Nähmaschinen einfache Muster und wie man diese überhaupt richtig bedient.

1. Tag geschafft!
Die nächsten Tage haben wir uns alle Unterrichtsfächer angeschaut damit wir uns entscheiden können was wir letztendlich unterrichten. Und nebenbei hab ich auch noch so einiges lernen können.

Wie zum Beispiel Wäsche mit den Händen zu waschen, wie man Mandazis backt, etwas Gartenarbeit und einfach ohne die ganze Hilfe von elektronischen Geräten klar zu kommen.

Fazit: Es ist ein gutes Gefühl! und es macht echt Spaß alles selber machen zu machen ( nur von meinem Handy kann ich mich tatsächlich noch nicht trennen! ) 


Da wir jeden Tag das gleiche hier Essen können wir hin und wieder in der Stadt ein paar Lebensmittel einkaufen.
Aber in die Stadt zu kommen ist schon mein ein ziemlicher Akt! Da wartet man ewig lang auf ein Matatu und dann kommen bestimmt 8 nach einander und sind alle voll!....
Ein kurzer Verzweiflungsmoment, den Mentor schnell gefragt und dann den lieben Kollegen angerufen damit er uns mit seinem Motorrad in die Stadt fährt.

Alles klar, drauf gehüpft und zu 3 mit dem Teil los geheizt! Was ein Spaß!!! Sicherheitsvorkehrungen sind hier fehl am Platz, Helme gibts nicht und die Fahrweise ist fürchterlich, aber wir habens heile geschafft. Schnell eingekauft und wieder zurück aber diesmal mit einem Matatu. Da diese nur los fahren wenn sie voll ist, hat man schnell das Auto in der größe eines Passats mit 12 Leuten vollgepackt, vorne 3, hinten 4 und der Rest in Kofferraum. Warum denn auch nicht. :D

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Mein erster Besuch aus der Heimat.