Sonntag, 24. September 2017

Die ersten paar Tage im Projekt

In den ersten paar Tagen haben wir alle Bewohner und die Mitarbeiter kennen gelernt, wir haben unser Zimmer eingerichtet und uns auf dem Hof umgeschaut und viel beobachtet. Wir wurden aber sehr herzlich von allen aufgenommen, vor allem die Schüler waren ganz begeistert von uns.
Trotz einiger Gedächtnisschwierigkeiten geben wir uns sehr viel Mühe die Namen alle zu merken (was natürlich so gar nicht funktioniert, aber wir haben ja noch 11 Monate Zeit dazu :D).
Anfangs hab ich mich echt in vielen Situationen noch sehr unwohl gefühlt , wenn zum Beispiel die Schüler uns das Essen mittags und abends bringen und unsere leeren Teller dann auch meist wieder mitnehmen. Mein wundervoller Mentor Eugene hat uns die ersten 2 Tage im Projekt begleitet, was vieles einfacher gemacht hat.
Am 2. Tag sind wir dann auch mit ihm in die Stadt gefahren, haben ein paar Sachen eingekauft und sind über den Markt gelaufen. Anschließend hat uns dann unser lieber Kollege mit seinem Motorrad abgeholt. Der Moment als wir auf dieses Motorrad geklettert sind, ohne Helm, völlig verängstigt und keine Ahnung hatten ob wir diese Fahrt überleben werden…. Hat 2 Minuten gedauert dann hatte ich den Spaß meines Lebens :D ist auch keine Seltenheit das 3 Leute oder auch mal 4 auf einem Motorrad sitzen. Da das Internat aber relativ weit oben liegt musste wir natürlich auch noch einen etwas steileren Weg hochfahren. Kein Problem alle mal nach vorne gelegt (ich steh ja bekanntlich auch soo sehr auf Körperkontakt), und ab gings! Oben angekommen bin ich überglücklich vom Motorrad gerutscht und konnte es nicht mehr erwarten wieder damit zu fahren! :D
Nach dem Abendessen haben wir uns dann noch zu den Kids gehockt und sind dann relativ früh ins Bett.
Tag 3: Es wird Zeit zu duschen!
Was tut man, wenn man keine Ahnung hat wie man das warme Wasser zum laufen bekommt? Richtig, man duscht einfach eiskalt! Aber ich muss sagen, danach war ich fit und hab auch nicht mehr gefroren.
Da mir das Essen nicht so gut bekommen ist, hab ich damit erstmal eine Weile pausiert oder nur ein paar Löffel gegessen. Nachmittags haben wir dann unsere Sachen mal gewaschen, bzw. haben es erst gelernt, hat aber echt Spaß gemacht! :D
Am Sonntag gings dann in die Kirche… Ich bin ehrlich gesagt kein gläubiger Mensch, bin aber trotzdem mitgegangen. Es war auch an sich ganz interessant, der Pastor hat uns händeschüttelnd begrüßt. Wir waren in einer katholischen Kirche und ich muss sagen es hat einerseits schon Spaß gemacht, weil es viel lockerer war im Gegensatz zu den Gottesdienst die ich kenne. Es wurde viel gesunden und getanzt und alle haben mitgemacht. Jedoch gab es danach eine Art Motivations Rede über Gott, die ziemlich lang ging und der eine Redner hat die meiste Zeit geschrien, aber so machen die das nun mal und das akzeptiere ich auch. Nach 3 Stunden sind wir dann wieder zurück zum Internat gegangen. Den Rest des Tages haben wir in der Sonne verbracht und mit den Kids und den Mitarbeitern Spiele wie „Uno“ und „Elfer raus“ gespielt, was echt super viel Spaß gemacht hat!

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Mein erster Besuch aus der Heimat.