Sonntag, 24. September 2017

Endlich geht´s zum Projekt


Am 14.09. ging es dann vormittags zu unserem Projekt. Da die Leiterin am Tag zuvor im Büro von der Organisation war, hat sie mich, Judith meine Mitfreiwillige und meinen Mentor mitgenommen. Nach ca. 1 ½ Stunden holpriger Fahrt durch schöne Landschaft
und einem sehr steinigen Weg kurz vor dem Ziel, waren wir da und wurden
herzlichstempfangen. Nachdem wir unsere brutalen Mengen an Gepäck in unser Zimmer geschleppt haben, wurden wir durch das Haus und über den Hof geführt.

Eine kurze Beschreibung zu der Einsatzstelle:
Das Marianne Center gibt es seit 2010, insgesamt gibt es hier Platz für 100 Schüler. Es gibt 2 Schlafsäle, einen für die Jungs und einen für die Mädchen, mit jeweils 50 Betten. Und am Ende vom Schlafsaal der Mädels ist unser Zimmer mit 2 Betten. Des Weiteren gibt es hier 11 Mitarbeiter, darunter einige Lehrer, Hauswirtschaftlerinnen, Köche und Gärtner.
Die Küche befindet sich auf dem Hof, dort wird mit Feuerholz geheizt und das Geschirr wird mit Wasser aus den danebenstehenden Tanks gewaschen. Auch die Wäsche wird per Hand gewaschen ( das macht sogar richtig Spaß :D ). Morgens gibt es immer Porridge (Getreidebrei), mittags und abends gibt es immer warme Speisen, wie z.B. Reis, Bohnen, Kraut, Mais und Bohnen, Linsen, Ugali(Maisbrei), Chapati (Fladenbrot) und einmal die Woche auch Fleisch.
Gegenüber von der Küche ist noch ein größerer Raum mit Stühlen und einem Tisch und daneben ist die Bäckerei.
Auf dem Hof, sowie im Gebäude befinden sich Toiletten und etwas weiter hinten ist das Gewächshaus und ein großer Garten, dort wird das Gemüse selbst angebaut.
Neben und über dem Mädelsschlafsaal befinden sich die Klassen, sowie ein Gruppenraum in den gemeinsam Fern geschaut wird.
Das Marianne Center ist ein Internat in die die Schüler eine Art Ausbildung machen können (vocational Training). Aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Einschränkung sind sie nicht in der Lage eine Regelschule zu besuchen, bzw. ein paar von ihnen waren auf einer haben diese dann aber abgebrochen, einige haben aber auch einen Schulabschluss. Deshalb können auch nur ein paar Englisch sprechen (das haben sie in der anderen Schule gelernt) und die anderen sprechen Swahili(ostafrikanische Sprache) und einige auch nur Kikuyu (die Sprache die man hier in dem Ort spricht).
Im Internat leben 22 Bewohner und Bewohnerinnen zwischen 15 und 33 Jahre alt mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Autismus, Sprachstörungen, Fehlbildungen der Knochen, sodass das Laufen schwer fällt und auch die gesamte Körperhaltung.
All diese jungen Menschen sind wundervoll und freuen sich jedes Mal uns zu sehen.
Traurig ist nur das es vor Ort keine medizinische Versorgung, bzw. pädagogische Hilfe gibt, sodass die Schüler durch Ergotherapie, Krankengymnastik und Logopädie gefördert werden damit sich grade die körperlichen Beeinträchtigungen verbessern.









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mein erster Besuch aus der Heimat.