Donnerstag, 21. Dezember 2017

Nakuru die 2.

Weils dort so schön war haben wir uns entschieden wieder zurück zu fahren.
Okay, nicht ganz. 3 Freiwillige aus Uganda waren zu der Zeit auf Durchreise in Kenia und wir wollten ein paar Tage mit denen zusammen verbringen. 3 Freunde von uns haben sich mit denen anderen 3 in Kisumu getroffen und wir haben uns dann alle in Nakuru getroffen und da die letzte Unterkunft perfekt war, haben wir beschlossen dort nochmal zu nächtigen. Bietet sich ja an, vor allem wenn man die Leute schon kennt. Also ging es wieder zurück. Dort angekommen haben uns Emma und ich erstmal die Einzelzimmer geschnappt, das haben wir uns aber auch wirklich verdient!
Wir wollten uns noch unbedingt eine Blumenfarm anschauen und zu unserem Glück gab es tatsächlich bei uns in der Nähe eine.
Da alles etwas später geworden ist wie geplant, sind wir auch erst recht spät bei der Blumenfarm angekommen, aber zu unserem Glück ist grad der Manager an uns vorbeigefahren und hat den netten Kollegen gebeten uns noch eine kurze Führung zu geben. Was wir jedoch dort gesehen und gehört haben war erstaunlich.  Die Blumenfarm war noch mit die kleinste mit ungefähr 300 hektar.
Ein riesen Gewächshaus neben dem nächsten wohin das Auge reicht. Dort blühen Rosen und unzähligen Farben, rot, gelb, lila, was man halt alles so kennt.
Wir sind davon ausgegangen dass diese Farm einem Briten gehört, den schließlich ist es üblich, in Kenia Rosen zu züchten und diese dann in europäische Länder zu exportieren um sie dort teuer zu verkaufen. Der Inhaber dieser Farm ist jedoch ein Kenianer. Umso besser, denn er schafft mit diesen Farmen unzählige Arbeitsplätze, die auch noch relativ gut bezahlt werden. Die Blumen werden vor Ort geschnitten, verpackt, kühl gelagert und über Nacht zum Flughafen gefahren, um sie dort vor allem in die Niederlande und nach Australien zu exportieren.
Abends gabs dann für uns nochmal Nudeln mit Gemüse, aber von Nudeln kann man ja auch schließlich nie genug bekommen!
Blöd nur das es mir an dem Abend nicht mehr ganz so gut ging… und ich irgendwann mit fast 40 Grad Fieber im Bett lag, das war dann nicht mehr ganz so spaßig. Am nächsten Morgen hat uns unser privater Motorradfahrer Dan abgeholt und uns ins Krankenhaus gebracht. Da ging das große Warten erstmal los. Erstmal muss man sich da anmelden, dann warten, dann bin ich zur Krankenschwester zum Blutdruck messen, dann wieder warten und dann irgendwann ging es zur Ärztin, die dieses Mal etwas seriöser wirkte. Da sie mich auf wirklich alles testen wollte ging dann ins Labor, wo mir erstmal ziemlich viel Blut abgenommen wurden. Dann wieder zurück zum Warten. Dann kam raus dass ich kein Malaria hab, dafür aber einen bakteriellen Infekt, also wieder Antibiotikum. Dann haben wir noch ewig bei der Apotheke warten müssen, bis mir dann das Antibiotikum direkt ins Blut gespritzt wurde, was gar nicht so einfach war. Da die Krankenschwester nicht so wirklich Ahnung hatte von dem was sie tat, kam zum Glück die Ärztin in dem Moment und ich kam letztendlich nur mit 2 Einstichstellen für die Kanüle davon. Dann durfte ich mich noch etwas hinlegen. Da mein Fieber drastisch angestiegen ist gab es dann auch noch eine Infusion mit Schmerzmittel und Fiebersenkendem Mittel. Ich war ja schon oft krank in meinem Leben, aber DAS will ich definitiv nicht nochmal erleben. Als ich mich dann beruhigt hab, gings mit einem Haufen Tabletten wieder zurück und direkt aufs Sofa. Schlafen und Ruhe war angesagt.

Da ich die nächsten paar Tage Bettruhe hatte, konnte ich leider nicht mit den anderen mit.
Aber dafür gabs dann immer was leckeres zum Abendessen :D Nudelauflauf, Gemüsecurry mit Reis…
Was ein Glück das wir das „Cheese Palace“ ganz in der Nähe hatten. Im wahrsten Sinne des Wortes! Alles was das Herz begehrt, das ich sowas hier noch erleben kann. :D Da wurde dann auch erstmal ordentlich eingekauft.
Der letzte gemeinsame Abend mit gutem Essen und Filme bevor sich unsere Wege am nächsten Tag wieder trennten.

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Mein erster Besuch aus der Heimat.