Sonntag, 10. Dezember 2017

Wo sind wir denn hier gelandet?

Nach ein paar Tagen im warmen Westen ging es weiter in den kalten Norden. Um etwas Geld zu sparen und im interessante Menschen kennen zu lernen, haben wir „couchsurfing“ ausprobiert.
Ich war erstaunt wie viele das in Kenia anbieten. In Eldoret gab es jedoch nicht so viele. Wir haben dann aber doch noch jemanden finden können der für 2 Nächte sein Dach über dem Kopf mit uns teilt. Nach einer eh schon ultra anstrengenden langen Matatufahrt von Kisumu nach Eldoret ging dann noch die halbe Weltreise zu unserem Host los. Der Gute wohnte einfach mitten im nirgendwo.
Als wir grad austeigen wollten, fragte der Matatufahrer uns noch, ob wir denn Athleten sein. Kurz gelacht, hat er uns erklärt das in den Ort viele Athleten kommen, vor allem Läufer um zu trainieren.
Auch unser Host ist ein Athlet und trainiert normalerweise jeden Tag, jedoch war er zum Zeitpunkt unserer Ankunft krank. Da haben wir einfach mal im Chor gehustet, da ich zwei Tage vorher ja auch krank geworden bin. Er wohnt zusammen mit seiner Frau und  seiner 2 jährigen Tochter in einem kleinen Haus mitten im Nirgendwo. Die Küche in einem separatem kleinen Häusschen draußen, mit einer Feuerstelle und einem Hühnerstall. Außerdem gehört denen auch noch ein großer Garten mit ziemlich vielen Passionfruitbäumen, Sukuma, Cabbage und Roter Beete. Hinter dem Hof befindet sich eine riesengroße Teeplantage, wohin das Auge nur reicht. Beeindruckend.
Abends angekommen hat uns die kleine Familie schon erwartet und kurz nach unserer Ankunft gab es auch etwas zu Essen. Wir hatten ganz schön Hunger. 3 Mal dürft ihr raten was es gab…. RICHTIG! Ugali und Sukuma :D Dick eingepackt, da es verdammt kalt da oben war, saßen wir noch eine Weile zusammen und haben gequatscht und sind dann beide ziemlich platt ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen gab es Pancakes zum Frühstück!! :D Dann haben Emma und ich uns zusammen gesetzt und überlegt was wir eigentlich in den 2 Tagen machen wollen.
Witzigerweise war der einzige Grund nach Eldoret zu fahren, eine Käsefabrik die wir unbedingt besuchen wollten. Blöd nur das wir erfahren haben, dass man da gar nicht rein kann, sondern nur daneben Käse und weitere Milchprodukte kaufen kann. Was ein Dilemma. ☹
Unser Host war aber so lieb und hat uns ein paar Vorschläge gemacht was man in der Umgebung alles so machen kann. Erstmal haben wir uns eine Weile mit der kleinen beschäftigt, die ziemlich viel Freude an uns gefunden hat, bis dann sein Bruder vorbei kam und uns zu einem Aussichtspunkt gebracht hat.
Ein kleiner Wanderausflug ohne Wasser… nur blöd das ich ganz vergessen hab das ich ja noch ziemlich angeschlagen bin…
Die Aussicht war wirklich atemberaubend, aber der Weg dahin und vor allem wieder zurück furchtbar anstrengend! Aber wir wollen ja mal nicht jammern, gell!
Nach unserem kleinen Ausflug, ging es dann noch geschwind shoppen, da wir uns bereit erklärt haben uns um das Abendessen zu kümmern haben wir dafür dann auch eingekauft. Geplant waren Chapati und Bohnen, nur blöd gelaufen, dass als wir wieder zurück waren uns gesagt wurde das die Bohnen zu lange dauern, also wird’s Kartoffeln geben, auch gut :D .
Den Rest des Tages war ziemlich entspannt, ich lag im Bett rum und hab mich ausgeruht und die Emma lag in der Sonne
Ziemlich direkt nach dem Abendessen ging es für mich auch wieder ins Bett… das mit dem guten Timing klappt bei mir nie so ganz vor allem, wenns ums krank sein geht…
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich ziemlich früh los und sind deswegen auch früh aufgestanden, aber die Kenianer sind ja alle immer so tiefenentspannt. Dann wollten die beiden noch das wir mitkommen und zuschauen wie die Kuh gemolken wird und es wurde immer später. Letztendlich standen wir ganz schön lange vorne am Tor und haben aufs Matatu gewartet, welches nie kam.
Unsere Hosts mussten selber weg und dann sind wir ein Stück mit deren Matatu mitgefahren bis wir dann umgestiegen sind. In der Stadt angekommen haben wir einen kleinen Abstecher zur Cheesefactory gemacht und dann natürlich auch welchen mitgenommen. Nach zwei eisigkalten Nächten ging es dann wieder ins Warme, ab nach Nakuru.



Viewpoint 





Passionfruit tree


Tee Plantage



Das Haus von unserem Host

Und die Küche

Selfie auf dem Piki piki

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Mein erster Besuch aus der Heimat.