Dienstag, 20. Februar 2018

Wir besuchen das Projekt unseres Freundes aus dem Norden

Da wir ja noch Ferien haben, wollten wir diese sinnvoll nutzen und haben Ville, unseren lieben Freund und Freiwilligen aus Finnland in seinem Projekt besucht, da er in wenigen Tagen wieder zurück in die kalte Heimat fliegt. Er unterrichtet in einer Secondary school (Klasse 9. Bis 12.) in den Slums Naturwissenschaften. Der Schulleiter und die Kollegen haben uns herzlich in Empfang genommen und sich sehr über unseren kleinen Besuch gefreut und direkt gefragt, wann wir wieder kommen und unterrichten können :D . Damit auch jeder weiß, das wir da sind, hat der Schulleiter uns in jede Klasse mitgeschleppt und wir mussten uns überall namentlich vorstellen.
 Um natürlich auch zu sehen was der Ville so den ganzen Tag auf der Arbeit treibt, haben wir uns in seinem Chemieunterricht mit in die Klasse gesetzt und machten uns auch sofort nützlich da wir die Periodentafel halten mussten. Es ist auf jeden Fall komplett anders, als bei uns im Projekt. Klar, die Schüler haben ja auch ganz anderen Stoff den sie lernen, vom Inhalt her kann man das mit Realschule und Gymnasium vergleichen, zumindest das was wir in Mathe bei denen gesehen haben. Sämtliche Paragraphen, hoch irgendwas, ganz viele x, sah sehr nach hoher Mathematik aus. Auch wenn die Schüler etwas unruhig waren, haben sie sich trotzdem jedes Mal gemeldet. Dann haben wir uns eine Doppelstunde Englisch angeschaut, war super interessant, da die Schule ein Buch gelesen und dieses auch besprochen haben, nur waren wir so unfassbar müde, dass wir fast eingeschlafen wären.
Aber das Buch was die Schüler gelesen haben, war total interessant. Es ging um die Maasai und deren Kultur, steht schon auf meiner Bücherliste :D .
Nach vielem sitzen kam dann etwas Bewegung, PE (physical Education = Sport) stand auf dem Stundenplan. Da wir aber so furchtbar müde waren, haben wir uns das Spektakel nur vom Feldrand angeschaut. Der Versuch den Schülern bei zu bringen wie man eine Frisbee wirft, ist kläglich gescheitert, also wurde Ultimate Frisbee mit einem Ball gespielt, die Schüler hatten total Spaß und es sogar richtig professionell aus.
Nach dem Mittagessen haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und uns die Gegen angeschaut.
Der Unterschied in Kenya zwischen arm und reich ist bekanntlich ziemlich groß, aber wenn man mitten in einem Slum steht neben einer kilometerlangen riesigen Wand, welche die Trennung zwischen Slum und Reichenviertel ist, wird einem schon ganz komisch.
Als letztes hatten wir nochmal eine Chemiestunde aber diesmal bei den jüngeren. Nachdem Unterricht mussten wir dann auch wieder los und mussten den Lehrern versprechen wieder zu kommen.
Ca. 10 Minuten mit dem Matatu vom Projekt stand eine gigantische Mall, die größte in Ostafrika, die „Two Rivers Mall“. Ein riesen Gebäude, mit Giraffenskulpturen und Fontänen. Es gab sogar einen Laden von einem deutschen Modedesigner, Eugen Klein (noch nie gehört). Da wir uns eh nichts in der Mall leisten können (denn wir sind schließlich keine reichen Weißen, wie alle denken), haben wir nur noch was gegessen. Das hat auch erst Mal eine Weile gedauert, bei der Auswahl kann sich doch kein Mensch entscheiden! Letztendlich sind wir beim Mexikaner gelandet und alle waren glücklich und zufrieden.
Dann ging es auch wieder zurück und es hieß Abschied nehmen.
Das gehört nun mal dazu, wenn man ständig in der Weltgeschichte umher spaziert.
Wir sehen uns in Deutschland, Mann aus dem Norden! :D







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Mein erster Besuch aus der Heimat.